Satzung

des His­torischen Burschen­vere­ins Som­mer­hausen mit Tra­cht­en­gruppe e.V.
gegrün­det am 29.12.1882


Der Verein gibt sich bei der Gen­er­alver­samm­lung am 6.1.1993 nach­fol­gen aufge­führte Satzung:

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „His­torischer Burschen­verein Som­mer­hausen mit Tra­cht­en­gruppe e.V.“ Der Verein ver­folgt auss­chließlich und unmit­tel­bar gemein­nützige Zwecke im Sinne des Anschnitts „Steuer­begün­stigte Zwecke“ der Abgabeord­nung.
Der Verein hat seinen Sitz in Som­mer­hausen. Vere­in­s­jahr ist das Kalen­der­jahr.

§ 2 Zweck

Der Zweck des Vere­ins ist:

• Die his­torische Uni­for­men und die Burschen-​, Frauen– und Mäd­chen­tra­chten sowie die altherkömm­lichen Sit­ten und Gebräuche am Kirch­wei­h­fest und bei Ver­anstal­tun­gen, an denen der Verein teil­nimmt, zu erhal­ten und zu pfle­gen.
• Volk­stanz, Gesang und Mundartgedichte zu pfle­gen.
• Heimatliche Eigen­heiten und boden­ständi­gen Brauch­tum zu fördern und durch anständi­ges Betra­gen die Achtung aller­seits zu erwer­ben.
• Die Förderung der Jugend im Sinne der Jugen­dord­nung der Gemein­schaft der Tra­cht­en­ju­gend.

§ 3 Vere­in­stätigkeit

Der Verein erfüllt seine Auf­gaben durch Abhal­ten von Tanzs­tun­den, Dar-​bietungen von Volk­stänzen, Teil­nah­men und Gestal­tun­gen von Heimataben­den und Besuchen von Tra­cht­en­festen.

§ 4

Der Verein ist selb­st­los tätig, er ver­folgt nicht in erster Linie eigen­wirtschaftliche Zwecke

§ 5

Mit­tel des Vere­ins dür­fen nur für die satzungsmäßige Zwecke ver­wen­det wer­den. Die Mit­glieder erhal­ten keine Zuwen­dun­gen aus Mit­teln des Vere­ins

§ 6

Es darf keine Per­son durch Aus­gaben, die dem Zweck der Kör­per­schaft fremd sind, oder durch unver­hält­nis­mäßig hohe Vergü­tun­gen begün­stigt wer­den. Die mit einem Ehre­namt betrauten Mit­glieder haben nur Anspruch auf Ersatz tat­säch­lich erfol­gter Aus­la­gen.

§ 7 Ein­tra­gung in das Vere­in­sreg­is­ter

Der Verein ist seit 21.5.1975 im Vere­in­sreg­is­ter des Amts­gerichts Würzburg Zweig­stelle Ochsen­furt , Band VI Nr. 6 einge­tra­gen.

§ 8 Schluss­wort

Der Verein ist Mit­glied im Deutschen Tra­cht­en­ver­band, über die Mit­glied­schaft in weit­eren Tra­cht­en­ver­bän­den entschei­det die Mit­gliederver­samm­lung mit der zur Satzungsän­derung notwendi­gen Mehrheit.

Alle Mit­glieder sind zugle­ich der oben­ge­nan­nten Vere­ini­gung unter­wor­fen. Vollgeschriebene Vere­ins­bücher sind in einem Schrank im Vere­inz­im­mer oder im gemeindlichen Archiv, Akt 60, aufzube­wahren. Sämtliche Mit­glieder haben sich nach den Richtlin­ien dieser Vere­in­satzung zu hal­ten, getreu unseren Wahlspruch:

„Mit Bruder­hand umschlun­gen wird Not und Leid bezwun­gen“

Der Verein ist parteipoli­tisch und kon­fes­sionell neu­tral.

§ 9 Ein­tritt und Mit­glieder

Vere­ins­mit­glied kann jeder wer­den, der einen unbescholte­nen Ruf genießt. Als Jung­mit­glied gel­ten Burschen und Mäd­chen vom 3. bis zum vol­len­de­ten 16. Leben­s­jahr. Hierzu ist die schriftliche Zus­tim­mung des geset­zlichen Vertreters vorzule­gen. Sie haben in Ver­samm­lun­gen des Vere­ins erst ab den vol­len­de­ten 16. Leben­s­jahr volles Stimm­recht.

Über die Auf­nahme entschei­det auf schriftlichen Antrag, der an den 1.Vorsitzenden zu richten ist, der Vor­stand. Ein abgelehn­ter Bewer­ber um die Mit­glied­schaft hat inner­halb eines Monats nach Bekan­nt­gabe des Ablehnungs­beschlusses das Recht, die näch­ste Mit­gliederver­samm­lung anzu­rufen, diese entschei­det ent­gültig.

Ein Auf­nah­meanspruch besteht nicht.

§ 10 Aus­tritt der Mit­glieder

Der Aus­tritt aus dem Verein steht jed­erzeit offen, doch muss das betr­e­f­fende Mit­glied den 1. oder 2. Vor­stand davon schriftlich zum Quar­talsende in Ken­nt­nis set­zen.

§ 11 Auss­chluss der Mit­glieder

Die Mit­glied­schaft endet außer­dem durch Auss­chluss.
Der Auss­chluss aus dem Verein ist nur bei wichtigem Grund zuläs­sig. Über den Auss­chluss entschei­det auf Antrag des Vor­stands die Mit­gliederver­samm­lung. Aus­geschlossen wer­den kann:

• Wer irgen­deiner Weise das Anse­hen des Vere­ins schädigt.
• Wer sich öffentlich gegen den Verein, den Vor­stand oder dem Auss­chuss belei­di­gend äußert.

Der Vor­stand hat seinen Antrag dem auszuschließen­den Mit­glied min­destens zwei Wochen vor der Ver­samm­lung mitzuteilen. Eine schriftliche einge­hende Stel­lung­nahme des Mit­glieds ist in der über den Auss­chluss entschei­den­den Ver­samm­lung zu ver­lesen. Der Auss­chluss eines Mit­glieds wird sofort mit der Beschlussfas­sung wirk­sam.
Der Auss­chluss soll dem Mit­glied, wenn es bei der Beschlussfas­sung

§ 12 Stre­ichung der Mit­glied­schaft

Ein Mit­glied schei­det außer­dem mit Stre­ichung der Mit­glied­schaft aus dem Verein aus. Die Stre­ichung der Mit­glied­schaft erfolgt, wenn ein Mit­glied seinen Jahres­beitrag trotz schriftlicher Auf­forderung durch den Vor­stand nicht inner­halb 3 Monaten von der Absendung der Mah­nung an, voll entrichtet. Die Mah­nung muss mit eingeschriebe­nen Brief an die let­zte dem Verein bekan­nte Anschrift des Mit­glieds gerichtet sein.
In der Mah­nung muss auf die bevorste­hende Stre­ichung hingewiesen wer­den.

Die Mah­nung ist auch wirk­sam, wenn die Sendung als unzustell­bar zurück kommt.
Die Stre­ichung der Mit­glied­schaft erfolgt durch Beschluss des Vor­stands der dem betrof­fe­nen Mit­glied nicht bekannt gemacht wird.

§ 13 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Alle Mit­glieder haben gle­iche Rechte und sind befugt :
• an allen Ver­samm­lun­gen (außer Auss­chussver­samm­lun­gen) bera­tend und abstim­mend teilzunehmen.
• Beschw­erde zu führen
• Anträge zu stellen und Vorträge zu hal­ten

Alle Mit­glieder haben gle­iche Pflichten :

• sich den Beschlüssen der Mehrheit zu fügen
• den Verein bei jedem öffentlichen Auftreten würde­voll zu vertreten
• den Beitrag richtig zu bezahlen
• die his­torische Uni­form bzw. Tra­cht nur dann zu tra­gen, wenn die Genehmi­gung der Vor­stand­schaft vor­liegt.

§ 14 Ver­di­ente Mit­glieder — Ehren­mit­glieder

Zu „ver­di­en­ten Mit­glieder“ kön­nen Mit­glieder ernannt wer­den, die sich um den Verein ver­di­ent gemacht haben.
Für 25-​jährige und 40-​jährige Mit­glied­schaft erhal­ten Mit­glieder das 25-​jährige bzw. 40-​jährige Vere­ins­abze­ichen. Für die Erlan­gung der Ehrung des Tra­cht­en­ver­ban­des nach 25,40,50-jähriger aktiver Tätigkeit im Verein (mit einen entsprechen­den Ehren­ze­ichen) kann vorgeschla­gen wer­den, wer nach Vol­len­dung des 17. Leben­s­jahres 25,40,50 Jahre aktiv im Verein tätig war.

Zu Ehren­mit­gliedern kön­nen ernannt wer­den:
• Mit­glieder, die sich in her­vor­ra­gen­der Weise um den Verein ver­di­ent gemacht haben und sich um das Emporkom­men und den Bestre­bun­gen des Vere­ins große Ver­di­en­ste erwor­ben haben, ohne Rück­sicht auf die Dauer der Zuge­hörigkeit zum Verein.
• Mit­glieder, die nach Vol­len­dung des 16. Leben­s­jahres 50 Jahre dem Verein zuge­hört haben.

Ver­di­ente Mit­glieder und Ehren­mit­glieder, sowie Mit­glieder mit 25– jähriger Mit­glied­schaft, haben diesel­ben Rechte und Pflichten wie andere Mit­glieder. Ehren­mit­glieder zahlen keinen Beitrag.
Über die Ehrung entschei­det die Auss­chussver­samm­lung mit 23 Stim­men­mehrheit.

§ 15 Todes­fall

Stirbt ein Mit­glied des Vere­ins, soll es mit allen Ehren begraben wer­den.

§ 16 Mit­glieds­beitrag

Jedes dem Verein beitre­tende Mit­glied zahlt eine Auf­nah­mege­bühr und einen jährlichen Beitrag. Mit­glieder bis zum vol­len­de­ten 16. Leben­s­jahr zahlen die Hälfte des jew­eili­gen Beitrages. Die jew­eilige Höhe bes­timmt die Mit­gliederver­samm­lung.
Der Beitrag wird jährlich ein­mal bezahlt.

§ 17 Organe des Vere­ins

Organe des Vere­ins sind:
• der Vor­stand
• der Auss­chuss (10 Mit­glieder als Beisitzer) und Jugendleiter/​in, Vortänzer/​in und Tra­cht­en­wart
• die Mit­gliederver­samm­lung

§ 18 Vor­stand

Der Vor­stand besteht aus dem 1. und 2. Vor­sitzen­den, dem Schriftführer/​in und dem Kassier/​in.
Je zwei Vor­standsmit­glieder vertreten gemein­sam. Der Vor­stand und der Auss­chuss wird durch Beschluss der Mit­gliederver­samm­lung auf die Dauer von 2 Jahren bestellt. Er bleibt bis zur satzungs­gemäßen Bestel­lung des näch­sten Vor­standes im Amt. Das Amt einer Mit­gliedes des Vor­standes endet mit seinem Auss­chei­den aus dem Verein.

§ 19 Beschränkung der Vertre­tungs­macht des Vor­standes

Die Vertre­tungs­macht des Vor­standes ist mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschränkt, dass bei Aus­gaben für Anschaf­fung von Tra­chten und Grun­der­werb, welche die Summe von 2500,– € über­schre­itet, sowie bei Aus­gaben oder zur Auf­nahme eines Kred­its von mehr als 2500,– € die Zus­tim­mung der Mit­gliederver­samm­lung erforder­lich ist.

§ 20 Beru­fung der Mit­gliederver­samm­lung

Die Mit­gliederver­samm­lung ist zu berufen, wenn es das Inter­esse des Vere­ins erfordert, jedoch min­destens ein­mal jährlich, möglichst in den ersten 3 Monaten des Kalen­der­jahres, oder bei Auss­chei­den eines Mit­gliedes des Vor­stands bin­nen 3 Monaten.

§ 21 Form der Beru­fung

Die Mit­gliederver­samm­lung wird vom Vor­stand schriftlich eine Woche vorher ein­berufen.
Die Beru­fung der Ver­samm­lung muss den Gegen­stand der Beschlussfas­sung beze­ich­nen.

§ 22 Mit­gliederver­samm­lung

Die Jahresver­samm­lung ist das höch­ste Organ des Vere­ins. Ihr obliegt :
• Die Ent­ge­gen­nahme des jährlichen Tätigkeits-​, Kassen– und Revi­sions­berichtes sowie die Ent­las­tung des Vere­insvor­standes.
• Die Wahl des Vere­insvor­standes auf die Dauer von 2 Jahren.
• Die Beschlussfas­sung über die Satzung, Satzungsän­derung, Richtlin­ien, Beitrag­sor­d­nung sowie Auflö­sung des Vere­ins.
• Die Auf­nahme und den Auss­chluss von Mit­gliedern nach § 9 und § 11 diese Satzung.
• Die Beratung und Erledi­gung aller Angele­gen­heiten der Heimatpflege und des kul­turellen Lebens.
• Die Beschlussfas­sung über gestellte Anträge.

Anträge kön­nen stellen :
• Alle Mit­glieder
• Die erweit­erte Vor­stand­schaft (Auss­chuss)
• Die Vere­in­sju­gend

Anträge sind 4 Wochen vor der ordentlichen Gen­er­alver­samm­lung an den 1.Vorstand einzure­ichen. Beschlüsse der Jahresver­samm­lung wer­den in ein­facher Stim­men­mehrheit der anwe­senden Mit­glieder gefasst. Auf schriftlich begrün­de­ten Antrag von min­destens 5 Mit­gliedern muss eine außeror­dentliche Ver­samm­lung abge­hal­ten wer­den.

§ 23 Beschlussfähigkeit

vor Ablauf von 3 Monaten seit dem Ver­samm­lungstag eine weit­ere Mit­gliederver­samm­lung mit der sel­ben Tage­sor­d­nung einzu­berufen. Die weit­ere Ver­samm­lung darf früh­estens 2 Monate nach dem erstem Ver­samm­lungstag stat­tfinden, hat aber jeden­falls spätestens 3 Monate nach diesem Zeit­punkt zu erfol­gen.

Die Ein­ladun­gen zu der weit­eren Ver­samm­lung hat einen Hin­weis auf die Erle­ichterte Beschlussfähigkeit (Absatz 5) zu erhal­ten.
Die Ver­samm­lung ist ohne Rück­sicht auf die Zahl der erschiene­nen Vere­ins­mit­glieder beschlussfähig.

§ 24 Beschlussfas­sung

Es wird mit Handze­ichen abges­timmt. Auf Antrag von min­destens 5 der Anwe­senden, ist schriftlich und geheim abzus­tim­men. Bei der Beschlussfas­sung entschei­det die Mehrheit der erschiene­nen Mit­glieder. Zu einen Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist eine Mehrheit von ¾ der erschiene­nen Mit­glieder erforder­lich.
Zur Änderung des Zweckes des Vere­ins ( § 2 der Satzung ) ist die Zus­tim­mung aller Mit­glieder erforder­lich, die Zus­tim­mung der nicht erschiene­nen Mit­glieder muss schriftlich erfol­gen.

Zur Beschlussfas­sung über die Auflö­sung des Vere­ins ist eine Mehrheit von 45 der erschiene­nen Mit­glieder erforder­lich.

§ 25 Beurkun­dung der Ver­samm­lungs­beschlüsse

Über die in der Ver­samm­lung gefassten Beschlüsse ist eine Nieder­schrift aufzunehmen.
Die Nieder­schrift ist von dem Vor­sitzen­den der Ver­samm­lung und dem Schriftführer/​in zu unter­schreiben. Wenn mehrere Vor­sitzende tätig waren, unterze­ich­net der let­zte Ver­samm­lungsleiter die ganze Nieder­schrift.
Jedes Vere­ins­mit­glied ist berechtigt, die Nieder­schrift einzuse­hen.

§ 26 Auflö­sung des Vere­ins

Über die Auflö­sung des Vere­ins entschei­det die Jahre­shauptver­samm­lung, bei der min­destens 23 der Mit­glieder anwe­send sein müssen. Wird diese Zahl nicht erre­icht, muss inner­halb von 3 Monaten eine weit­ere Ver­samm­lung ord­nungs­gemäß ein­berufen wer­den. Diese ist dann ohne Rück­sicht auf die Zahl der Erschiene­nen beschlussfähig.

Die Auflö­sung selbst muss in bei­den Fällen mit einer 45 Mehrheit der Anwe­senden beschlossen wer­den.

Bei der Auflö­sung oder Aufhe­bung des Vere­ins oder bei Weg­fall seines bish­eri­gen Zwecks, fällt des Ver­mö­gen des Vere­ins an die Gemeinde Som­mer­hausen, die es unmit­tel­bar uns auss­chließlich für gemein­nüt­zliche Zwecke und für einen traditions-​trachtenerhaltenen bzw. his­torischen Verein zu ver­wen­den hat.

§ 27 Inkraft­treten

Die Satzung trifft mit dem heuti­gen Tage, dem 6. Jan­uar 1993 in Kraft.

Die Satzungsän­derung tritt am 6. Jan­uar 2006 in Kraft.

Som­mer­hausen, den 6. Jan­uar 2006